Kostenloser Versand ab 50€ Warenwert innerhalb Deutschlands.

So Keimst Du Cannabis Samen Richtig: Methoden und Tipps
So Keimst Du Cannabis Samen Richtig: Methoden und Tipps
Das Keimen von Cannabis Samen ist der erste und entscheidende Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Ernte. In diesem Blogbeitrag erkläre ich verschiedene Methoden, wie man Cannabis Samen richtig keimt, und gebe wichtige Tipps, worauf du achten musst, um die wertvollen samen zu keimen zu bringen.
1. Die Basics: Was Du Vor dem Keimen Wissen Musst
Bevor wir in die verschiedenen Keimungsmethoden eintauchen, ist es wichtig, einige Grundlagen zu verstehen:
- Samenqualität: Nur hochwertige Samen von zuverlässigen Quellen sollten verwendet werden. Alte oder schlecht gelagerte Samen haben eine geringere Keimrate.
- Feuchtigkeit und Wärme: Cannabis Samen benötigen Feuchtigkeit und eine warme Umgebung (20-25°C), um zu keimen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden.
- Licht: Während der Keimung benötigen die Samen kein Licht, aber sobald sie sprießen, ist Licht notwendig.
2. Methoden zur Keimung von Cannabis Samen
Es gibt mehrere bewährte Methoden, um Cannabis Samen zum Keimen zu bringen. Hier sind die gängigsten:
2.1. Die Papiertuch-Methode
Die Papiertuch-Methode ist eine der beliebtesten und am häufigsten verwendeten Keimmethoden.
Schritte:
- Nimm zwei feuchte, aber nicht tropfnasse Papiertücher. Es eigenen sich auch Wattepads.
- Lege die Samen zwischen die beiden Papiertücher und platziere sie auf einem Teller. Anschließend lege noch einen Teller verkehrt herum oben drauf, damit das Tuch mit dem Samen sich dazwischen befindet. Hierzu können auch zwei Topfuntersetzer verwendet werde.
- Stelle sicher, dass die Papiertücher immer feucht bleiben, indem du sie regelmäßig mit Wasser besprühst.
- Platziere den Behälter an einem warmen Ort (z. B. in einem Schrank oder auf der Fensterbank über einer Heizung).
- Nach 2 bis 7 Tagen sollten die Samen keimen und kleine Wurzeln zeigen.
Vorteile: Die Methode ist einfach, und du kannst den Fortschritt leicht überwachen.
Nachteile: Die Samen können austrocknen, wenn du sie nicht regelmäßig überprüfst und befeuchtest. Beim anschließenden Einpflanzen kann die empfindliche Wurzel leicht beschädigt werden.
2.2. Die Wasserglas-Methode
Die Wasserglas-Methode ist eine weitere einfache Möglichkeit, Samen zu keimen.
Schritte:
- Fülle ein Glas mit lauwarmem Wasser.
- Gib die Samen ins Glas und lasse sie für 24 bis 48 Stunden dort.
- Nach dieser Zeit sollten die Samen auf den Boden sinken und erste Wurzeln zeigen.
- Pflanze die Samen dann direkt in Anzuchterde.
Vorteile: Diese Methode eignet sich gut für ältere Samen, die mehr Feuchtigkeit benötigen.
Nachteile: Samen, die zu lange im Wasser bleiben, können ertrinken. Daher sollte die Einweichzeit 48 Stunden nicht überschreiten. Beim anschließenden Einpflanzen kann die Wurzel beschädigt werden.
2.3. Direkte Aussaat in die Erde
Die direkte Aussaat in die Erde ist die natürlichste Methode, um Cannabis Samen zu keimen. Nachdem wir verschiedene Methoden ausprobiert haben verwende wir nur noch diese. Diese Methode eignet sich ebenfalls für Autoflowers, entgegen vieler Meinungen solltest du trotzdem mit einem kleinen Anzucht Topf starten und dann rechtzeitig umtopfen.
Schritte:
- Bereite kleine Töpfe mit einer hochwertigen Anzuchterde vor. Die Erde sollte locker und gut befeuchtet sein.
- Pflanze die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief ein.
- Bedecke die Samen leicht mit Erde und halte das Substrat feucht.
- Platziere die Töpfe an einem warmen Ort mit indirektem Licht, z.B dem Fensterbrett. Am besten eignet sich hierzu ein kleines Anzucht Gewächshaus um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten.
- Nach 5 bis 10 Tagen sollten die Keimlinge erscheinen.
Vorteile: Da die Samen nicht umgepflanzt werden müssen, wird das Risiko minimiert, die zarten Wurzeln zu beschädigen. Bei dieser Methode haben die Keimlinge keine Probleme die Samenhülle abzustreifen, die bei den anderen Methoden zu Problemen führen kann.
Nachteile: Du kannst den Keimprozess nicht direkt beobachten.
3. Wichtige Tipps für eine erfolgreiche Keimung
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Halte die Temperatur bei etwa 20-25°C und sorge für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ein Mini-Gewächshaus kann helfen, ideale Bedingungen zu schaffen.
- Keimlinge nicht in zu scharfe Erde pflanzen: Verwende wenig gedüngte Anzuchterde, damit die Empfindlichen Wurzeln nicht durch zu stark gedüngte Erde verbrannt werden.
- Geduld: Keimlinge sind sehr empfindlich. Vermeide es in der Erde herumzustochern um zu sehen ob die Samen bereits gekeimt.
- Licht: Sobald die Samen gekeimt sind und an den Keimlingen das erste Blätterpaar wächst, brauchen sie ausreichend Licht. (Link Beleuchtung) Bekommen sie zu wenig Licht fangen sie an zu Spargeln (Geilwuchs). Generell können Keimlinge unter Licht gestellt werden, sobald das erste Grün an den Keimblättern zu sehen ist, denn nun beginnt die Pflanze mit der Photosynthese.
4. Eigene Erfahrungen
Nachdem ich verschiedene Methoden ausprobiert habe, lasse ich Samen nur noch direkt in Erde keimen. Das ist die natürlichste Methode, denn Samen wurden von der Natur so gestaltet um perfekt in Erde keimen zu können. Nutzt man Taschentücher oder Wattepads, so verhaken sich die winzigen Härchen der ersten Wurzel in den Fasern. Das kann leicht zu Beschädigungen der in diesem Stadium am empfindlichsten Pflanze führen.
Beim Keimen lassen außerhalb von Erde konnte ich außerdem häufiger das Problem beobachten, dass der Keimling Probleme hatte, die Samenhülle abzustreifen. Das führt dazu, dass sich die Keimblätter nicht ausbreiten können, wodurch sie kein notwendiges Licht erhalten. Bestenfalls führt das zu Verzögerungen im Wachstum, im schlechtesten Fall stirbt der Keimling ab.
Ältere Samen können vor dem einpflanzen in Erde einige Stunden ins Wasser gelegt werden um aufzuquellen, hierdurch wird die Schale weicher und die Keimfähigkeit erhöht.
Es werden gerne auch Torfquelltabletten (Jiffys) zum Keimen verwendet, meinen Erfahrungen nach bevorzuge ich trotzdem Erde. Denn die Torfquelltabs enthalten keine Nährstoffe im Gegensatz zur Anzuchterde. Bis der Jiffy dann durchwurzelt ist stehen der Pflanze keine Nährstoffe zur Verfügung.
Fazit
Das Keimen von Cannabis Samen ist ein spannender und einfacher Prozess, wenn du die richtigen Methoden anwendest und ein paar grundlegende Tipps beachtest. Egal, ob du die Papiertuch-Methode, die Wasserglas-Methode oder die direkte Aussaat bevorzugst, alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Mit etwas Geduld und Sorgfalt werden deine Samen bald zu kräftigen Pflanzen heranwachsen!
Happy Growing! 🌱